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Private Rennfahrer und ihre Maschinen...

Fotos, Technik, Legenden...

Private Rennfahrer und ihre Maschinen...

Beitragvon Brummi » Mittwoch, 18. April 2012, 20:59:10

Hallo Lutz,

meinen herzlichen Dank geht besonderst an Dich, da du in kürzester Zeit durch Deine Beiträge das Forum
nicht unerheblich bereichert hast.
Deshalb möchte ich den ersten Thread oder auch Fred genannt, :lol: Dir widmen.

Die Wahl der Überschrift war erstmal nur ein Vorschlag und kann jederzeit wieder geändert werden.
Genauso können unter der Kategorie "History" auf Wunsch weitere Foren wie z.B. "Vintage Racer" vom Admin angelegt werden, in denen man dann wiederum selber neue Fred´s eröffnen kann.
Also ihr seht, für neue Ideen und Anregungen bin ich immer zu haben. ;)
Zuletzt geändert von Brummi am Mittwoch, 18. April 2012, 21:05:19, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße

Brummi

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Re: Private Rennfahrer und ihre Maschinen...

Beitragvon Admin » Mittwoch, 18. April 2012, 21:03:26

luwo43 hat geschrieben:OK Brummi, Du willst es nicht anders!!!

Ich kram dann mal in meinem Archiv.
Also, mit 16 Jahren, (das war 1959),hatte ich natürlich ein Moped, NSU CAVALLINO , mit dem ich täglich zur Schule fuhr.
Das Teil wurde etwas frisiert, damit ich schneller ans Ziel kam, so ca. 75 Km/h waren drin.
Dann machte ich mit einem Freund eine schöne Urlaubs-Tour von Karlsruhe an den Bodensee. ca. 450 Km.
In 10 Stunden waren wir dort.
Viktoria Avanti und meine Cavallino im Renntrimm. Hi. Hi.
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Zwischen durch muss auch die Kerze gewechselt werden.
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Gott sei dank nicht mehr so oft, denn ich bekam in Hockenheim von einem Rennfahrer eine 310er Rennkerze.
Die 290er die es im Handel gab hielten nur ca. 30 bis 35 Km, dann waren sie verbrannt. Motor zu heiß.

Mit 18 Jahren, (1961) kaufte ich mir dann eine 500er BMW R51/3 Baujahr 1951, die noch die Dosendeckel - Bremsen hatte und 24 PS.
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Das war für mich dann schon der Anfang ins Motorrad-Leben, das mich nie mehr los ließ.

Dann hatte es mir eine Einzylinder Maschine angetan. Also kam eine 500er NSU Konsul auch mit 24 PS ins Haus.
Durch Zufall kam ich an einen Sport - Motor, der dann schon 27,5 PS hatte und offen liegende Haarnadel-Ventilfedern.
Im Leerlauf war das eine Augenweide, die Ventile und die Federn zu sehen.
Die Bilder sind leider nicht so berauschend. Im Original nicht und dann ab fotografiert. Guckst Du!
Das erste Bild ist mit dem Original Motor.
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Nur ein Bild des Sportmotors mit Amal Vergaser
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So Brummi, wenn Du eine neue Rubrik aufmachen willst, kanns Du diesen Fred Verschieben.
Morgen mache ich weiter.

Gruß LUTZ

War
Viele Grüße

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Re: Private Rennfahrer und ihre Maschinen...

Beitragvon Admin » Mittwoch, 18. April 2012, 21:07:14

Brummi hat geschrieben:Lutz, du bist der Beste!
Genau so etwas habe ich gemeint, alte Fotos mit Geschichten.
Ich mag alte Technik von damals und besonderst wenn es noch so man interessante oder skurrile Story dazu gibt.
Als du NSU Konsul schriebst, musste ich sofort an einen Motor denken der mal kurz zu Gast bei mir war... ;)
Ein Freund von mir hat noch eine restaurierte Konsul und eine Zündapp in seinem Besitz.

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Re: Private Rennfahrer und ihre Maschinen...

Beitragvon Admin » Mittwoch, 18. April 2012, 21:08:13

Katana hat geschrieben:Hallo Lutz - schöne Bilder von Dir und deinen Mopeds.
Was ist denn das für ein riesen Tank auf der BMW R51 war das ein zusatztank?
Viele Grüße

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Re: Private Rennfahrer und ihre Maschinen...

Beitragvon Admin » Mittwoch, 18. April 2012, 21:08:40

luwo43 hat geschrieben:Hi Katana, NEIN, das ist kein Zusatztank; aber zu dieser Zeit waren die Hoske-Tanks modern.
Da diese Teile aber für mich damals zu teuer waren, hat ein Bekannter (Blechner) einen angefertigt.

Die Hoske Tanks fassten 32 Liter Benzin.

@ Brummi, Was ist nun ???? in diesem Fred weiter schreiben, oder machst Du was neues auf ??????

Gruß LUTZ
Viele Grüße

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Re: Private Rennfahrer und ihre Maschinen...

Beitragvon Admin » Mittwoch, 18. April 2012, 21:09:45

luwo43 hat geschrieben:Sodele, weiter geh`s:
Also, die NSU Konsul hat mir zu stark vibriert, alle halbe minute musste ich meinen Fuß wieder richtig auf den Fußrasten stellen, weil er immer wieder nach außen gewandert ist. Das hat genervt, deshalb hab ich das Teil damals für 850,00 € verkauft. Heute wäre es Gold wert.
Ich habe dann mit einem Freund eine BMW R50 Polizeimaschine gekauft. Mein Kumpel hatte nur interesse am Motor, deshalb nahm ich das Fahrwerk ohne Motor.
Da mir die Vorderrad-Schwinge nicht passte, (beim Bremsen steigt die Karre auf und wird hart) habe ich eine HOREX-Telegabel eingebaut. Die BMW ist vorne etwas schwerer, wehalb ich zusätzlich außen noch Federn eingebaut habe.

Die Bremsankerplatte musste auch um geschweißt weden, damit Sie zur Horexgabel passt, statt Sattel wurde eine BSA Sitzbank verbaut, ein original Hoske Tank mit 32 litern Fassungsvermögen drauf und ein italienisches Rücklicht.
Einen R50 Motor fand ich in den Kleinanzeigen vom "MOTORRAD" der dann aufgemacht wurde und Teile von der R50S implantiert habe. Die Gespannübersetzung wurde auch gegen eine Solo Übersetzung getauscht.

Das Ganze sah dann so aus:
Bild
Dieser junge Mann auf meinem Motorrad ist mein damaliger Freund Heini.

Mit dieser Maschine war ich so richtig Happy und habe auch viele Ausfahrten und Touren unternommen.
Unter Anderem auch eine Sternfahrt zur Stella Alpina in Italien 1971. Meine damalige Verlobte, auf dem Sozius, hat in Italien zwischen den Mautstellen oft geschlafen. Wenn ich merkte, dass sie etwas zur Seite rutschte, hab ich nach hinten gegriffen und meine Holde wieder zurecht gerückt.
So, und jetzt Bilder der Stella Alpina auf Schotter hinauf auf ca. 3800 Meter.
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Das war schon ein riesen Erlebnis. Ein Bild hab ich noch von der Rückfahrt über den Gotthard, wo ich auf meiner Maschine sitze:
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Und so sah ich damals aus:
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Mehr Bilder mit dieser Maschine habe ich leider nicht mehr. Später hatte ich dann andere Interessen.
So habe ich den Privat Pilotenschein gemacht, bin Motorboot gefahren auf dem Rhein, (wenn ihr Bilder sehen wollt, bitte melden) dann den Küstenschein, den ich eigentlich nicht brauchte, aber später froh war, dass ich ihn hatte.
Und eine eine Honda CBX 550 F gekauft. Leider keine Bilder.

Das wars für heute und Gruß vom Lutz
Viele Grüße

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Re: Private Rennfahrer und ihre Maschinen...

Beitragvon Admin » Mittwoch, 18. April 2012, 21:10:37

SR-Power hat geschrieben:
Da mir die Vorderrad-Schwinge nicht passte, (beim Bremsen steigt die Karre auf und wird hart) habe ich eine HOREX-Telegabel eingebaut. Die BMW ist vorne etwas schwerer, wehalb ich zusätzlich außen noch Federn eingebaut habe.

Die Bremsankerplatte musste auch um geschweißt weden, damit Sie zur Horexgabel passt, statt Sattel wurde eine BSA Sitzbank verbaut, ein original Hoske Tank mit 32 litern Fassungsvermögen drauf und ein italienisches Rücklicht.

Ihr wart ja damals schon richtige Bikeschrauber, wie war das damals mit dem TÜVgab es keine Probleme mit dem Umbau???
Viele Grüße

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Re: Private Rennfahrer und ihre Maschinen...

Beitragvon Admin » Mittwoch, 18. April 2012, 21:11:28

luwo43 hat geschrieben:So, jetzt kommt ei kleiner Rückblick. Habe ich leider nach der Moped-Zeit vergessen.
1962 hat mich das Rennfieber gepackt, ich habe meine NSU Cavallino umgebaut mit einem Kreidler Gang Motor. Der war natürlich etwas aufgemotzt und bei Probefahrten auch recht schnell. Noch mit Gebläsekühlung und Serienauspuff, Krümmer verkürzt soweit es es möglich war.
Dann kam der erste Einsatz in Hockenheim beim Club-Training. was soll ich sagen, einen Schnitt von 100,4 Km/h wurden gestoppt. War zwar nicht schlecht, aber das Fahrwerk war eine Katastrophe. Wie Gummi. Als musste was Anderes her.

Ich habe einen super Typen kennen gelernt, der schon länger Rennen gefahren hat, das war Willi Metzger, der in Karlsruhe bei Grizner Keiser u.A. in der Rennabteilung beschäftigt war. Mit Ihm zusammen haben wir zwei identische Rennmaschinen aufgebaut. Willi besorgte das nahtlos gezogene Rohr, Bremsen, Speichen, Felgen und die Telegabeln. In meinem damaligen Betrieb wurden dann die Rohre gebogen und zu einem Fahrgestell verschweißt. Als Vorbild nahmen wir den NORTO-MANX Federbettrahmen. Wieder Kreidler-Motoren eingebaut. Bei Testfahrten waren so etwa 130 Km/h drin.
Der erste Einsatz war dann 1963 in Ratisbona bei einem Bergrennen, wo ich mit der Startnummer 19 antrat.
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Die Plazierung war im guten Mittelfeld. Für mein erstes Rennen OK.

Dann kam Hockenheim, Lauf um den Junioren Pokal. Startnummer 3
Da bin ich gerade dabei eine 4 Takt Motom in der Stadtkurve zu überholen. Sieht man schon an der Schräglage !!!
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Ich habe schon in das Geschehen eingegriffen wie man sieht.
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An die andere Kreidler habe ich mich auch ran gemacht.
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Das waren schon heiße Kämpfe.
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Und nun ein Vollbild !!!
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Morgen geht es weiter mit Nürburgring.

Gruß LUTZ
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Re: Private Rennfahrer und ihre Maschinen...

Beitragvon Admin » Mittwoch, 18. April 2012, 21:16:21

So jetzt sind die Beiträge aus dem Gilera 50cc 4V Thread rüberkopiert worden.
Leider konnte ich die Beiträge nicht wie in unserem alten Forum verschieben,
das war eben etwas umständlich aber dafür kann es hier ab jetzt richtig losgehen. :D
Viele Grüße

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Re: Private Rennfahrer und ihre Maschinen...

Beitragvon Marcel » Mittwoch, 18. April 2012, 21:27:56

Respekt, mit so dünnen Reifen in die kurve zu gehen und das auch noch ohne Protektoren.
Heute unvorstellbar!
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